WMP Corona-Newsletter | 1. April 2020

Wir möchten Sie auch heute wieder über die Entwicklungen in der Corona-Krise mit Informationen auf dem Laufenden halten, die nützlich und für Sie vielleicht nicht immer offen zugänglich sind. Dazu nutzen wir unsere Netzwerke in Politik, Wirtschaft und Medien. Die folgenden Informationen stammen entweder direkt aus staatlichen Quellen des Bundes oder der Länder, supranationalen Institutionen (z.B. EU-KOM, ESM, EZB o.ä.) oder von seriösen Thinktanks der politischen Beratung sowie auch von direkten persönlichen Kontakten im politischen, wissenschaftlichen und medialen Netzwerk der WMP.

 

  1. Die App, die Corona besiegen soll

Seit Wochen wird an einer Technologie gearbeitet, die Menschen warnt, wenn sie mit Corona-Infizierten in Kontakt waren. Heute nun wurde die Smartphone-App zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vorgestellt. Entwickelt wurde diese Technologie von einem internationalen Team aus 130 Wissenschaftlern, IT-Fachleuten und einzelnen Unternehmen rund um das Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik (Heinrich-Hertz-Institut). Das Robert-Koch-Institut ist beteiligt, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), der Bundesdatenschutzbeauftragte hat eigens Leute zur Beratung abgestellt. Und jetzt sogar die Bundeswehr, die das System mit 50 Soldaten in der Berliner Julius-Leber-Kaserne derzeit testet. Die Technologie ist quelloffen und soll später von allen genutzt werden können. So könnten Deutschland, Italien oder Spanien auf diesem Gerüst ihre jeweils eigenen Apps bauen, die Technologie im Hintergrund wäre überall die gleiche. Persönliche Daten oder Standorte würden weder gespeichert noch übertragen, versichert das Fraunhofer Institut.

 

  1. Zwei Milliarden Euro für Deutsche Start-ups

„Wagniskapitalfinanzierung“ nennen Finanz- und Wirtschaftsministerium ihre Zwei-Milliarden-Euro-Hilfe für innovative und zukunftsträchtige Start-up-Firmen in der Corona-Krise. Parallel zur Umsetzung des Sofort-Pakets arbeite die Bundesregierung an einem bereits angekündigten zehn Milliarden schweren Zukunftsfonds für Start-ups, hieß es. Start-ups haben in der Regel nur wenige Rücklagen. Neun von zehn jungen Firmen spürten die Pandemie bei ihren Geschäften, warnte der Bundesverband Deutsche Startups in einer Bestandsaufnahme, die Sie hier finden.

 

  1. Lässt Corona die Immobilienblase platzen?

Am Wohnungsmarkt sind die Auswirkungen der Corona-Krise bislang überschaubar. Die Preise für Häuser und Wohnungen sind in den zehn größten deutschen Städten bislang stabil geblieben. Doch das muss so nicht bleiben, gibt eine Untersuchung des Handelsblatt Research Institute zu bedenken und skizziert verschiedene Szenarien. Im schlechtesten Szenario bricht die Konjunktur stark ein und könnte einen Absturz der Immobilienpreise um bis zu 30 Prozent zur Folge haben. Die Analyse finden Sie hier.

 

  1. Der POTUS und die Krise

Klar, als ehemaliger Leiter der Zentren für Medicare- und Medicaid-Dienstleistungen unter US-Präsident Barack Obama ist Andy Slavitt sicherlich Partei, wenn es um die Bewertung des Krisenmanagements von POTUS geht. Demjenigen US-Amerikaner also mit dem negativsten Corona-Testergebnis, das die Welt je gesehen hat. Warum Donald Trump von „zero cases“ nun plötzlich von bis zu 2,2 Millionen Corona-Toten fabuliert, erklärt Slavitt in einem lesenswerten Essay im Magazin „Medium“. Er schreibt: „We are paying the price for the on the job training presidency.”

 

  1. Schulden wie nach dem Zweiten Weltkrieg

Bleiben wir bei den USA: Die Corona-Pandemie könnte die Staatsschuldenquote der USA in historische Höhen treiben und zu weltweiten Divergenzen führen. Die Analysten der Commerzbank haben ein bedrohliches Szenario in ihren Prognosen skizziert. Allein die konjunkturbedingten Belastungen und die bisher verabschiedeten Hilfspakete werden das Defizit für das Haushaltsjahr 2020 (1. Oktober 2019 bis 30. September 2020) auf über 2 Billionen Dollar treiben, was etwa 10 Prozent des BIP entspricht. Die Schuldenquote dürfte auf einen Wert steigen, wie er bisher nur am Ende des Zweiten Weltkriegs erreicht wurde. Die Analyse finden Sie hier.

 

  1. Die Wege zum Geld

Das Handelsblatt hat dankenswerter Weise und in gewohnt klarer und pointierter  Anmutung auf einer Doppelseite noch einmal zusammengefasst, welche Fördermaßnahmen Bund und Länder ins Leben gerufen haben und wie man an diese gut gefüllten Töpfe herankommt.

 

  1. #TeamMenschheit mit Udo, Dirk, Eva + Astro-Alex

„Ey, Menschheit: Let’s face it, was wir jetzt brauchen ist das absolute committment!“, lässt sich Deutschrocker Udo Lindenberg als Pate einer neuen Initiative vernehmen. Auch Astronaut Alexander Gerst, Basketballer Dirk Nowitzki und Model Eva Padberg gehören zu den Prominenten, die die Aktion #TeamMenschheit unterstützen. Schirmherrin ist Elke Büdenbender, die Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. „Mit dieser Aktion möchten wir in dieser für uns alle neuen und sehr schwierigen Situation allen Menschen Mut machen“, sagt die Präsidentengattin. Und helfen: Hinter der Aktion stehen Unicef, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas International. Ey, Udo: Eine coole Aktion!